Leuchtengehäuse aus Ton während dem Trocknen
Engobierte Tonobjekte vor dem Brand

FORMEN, FARBEN, OBERFLÄCHEN

Die gedruckten Tonrohlinge können sofort, während der Trocknung und nach dem Rohbrand mit allen Verfahren bearbeitet werden, die die Keramik kennt: Engobieren, Färben, Glasieren, Bemalen, Schnitzen, Polieren, Schleifen, Zusammensetzen mehrerer Teile mit Tonschlicker und vieles mehr.

MAXIMALE DIMENSIONEN

Die Seremik Lutum Ton 3D-Drucker haben zurzeit eine Bauraum von 435 (x) x 460 (y) x 450 mm (z, Höhe). Grössere Maschinen sind auf der Roadmap.
Gedruckt werden kann in Strangdicken von 0.5 – 7 mm. Strangschichten im Verhältnis von 3:1 (Breite:Höhe) ergeben die stabilsten Gehäuse.

Je exakter und feiner die Tonstränge übereinander geschichtet werden sollen, desto kleiner sollte der Bauraum ausgelegt werden — Ton ist schwer, das Gewicht führt vor allem bei eckigen Formen zu Vibrationen bei Richtungswechseln.

PLASTIZITÄT UND SCHWERKRAFT

Beim Entwerfen des Modells sollten das Druckverfahren, sowie die Stärken und Schwächen des Naturmaterials Ton berücksichtigt werden, um das maximal Mögliche zu erreichen.

Strangdicke und Plastizität des Töpfertons setzen die Grenzen von Detaillierungsgrad und Steigungswinkeln. Während und nach dem Druck ist das Objekt feucht und bleibt nur dann stabil, wenn es ideal modelliert wurde.

Das hohe Eigengewicht von feuchtem Ton kann dazu führen, dass bei Überhängen und grossen Neigungswinkeln Probleme mit der Festigkeit und der Schwerkraft entstehen — die Schichten überlappen nicht mehr ausreichend, das Tonmodell hängt, wird zusammengeschoben oder fällt um.

TROCKUNGSPROZESS

Bei Trocknung und im Brennofen verliert Ton bis zu 15% seines Volumens – die Objekte werden kleiner, was bei komplizierter Formgebung zu Spannungen führen kann, die die Modelle verziehen. Dies kann in den verschiedenen Phasen der Trocknung per Hand noch etwas ausgeglichen werden. Statt technisch perfekten Geometrien entstehen lebendige, variierende Objekte, die ihren eigenen Charme besitzen.